Syrah

Syrah ( auch Shiraz oder Balsamia ) ist eine nicht sehr ertragreiche, aber hochwertige rote Rebsorte, die ursprünglich vor allem im Rhônetal in Frankreich kultiviert wurde. In Südafrika, in Australien, in den USA und in Kanada heißt die Sorte Shiraz. Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird.

Syrah-Weine haben meist ein kräftiges Johannisbeer-Aroma. Die Rebe liefert bei normaler Maischegärung einen dunkelfarbigen Wein mit hohem Tanningehalt, der zur Minderung der Adstringenz einer langen Flaschenreife bedarf.

Aufgrund von DNA-Analysen der University of California in Davis aus dem Jahr 1998 konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass Syrah eine Kreuzung der alten französischen Sorten Dureza und Mondeuse Blanche ist und daher mit höchster Wahrscheinlichkeit aus dem Tal der Rhône stammt.

Gemäß einer Untersuchung zweier Genetiker, José Vouillamoz und Stella Grando am Forschungszentrum IASMA in San Michele all´Adige in Italien, ist die Syrah mit weiteren mitteleuropäischen Rebsorten verwandt, höchstwahrscheinlich sogar ein Urenkel des Pinot Noir.

Anbaugebiete:

Frankreich:
Mit 69.891 ha (Stand 2007) zählt Syrah zu den bedeutendsten roten Sorten Frankreichs. Die Rebsorte braucht heißes, trockenes Klima und wird vor allem im Rhônetal angebaut. Sie ist Bestandteil vieler Verschnittweine in ganz Südfrankreich. In den Appellationen des nördlichen Rhônetals (Côte-Rôtie, Saint-Joseph, Hermitage, Crozes-Hermitage und Cornas) ist sie sogar die einzige erlaubte rote Rebsorte. Im Languedoc, einem der größten zusammenhängenden Weinbaugebiete der Welt, fließt sie zusammen mit Carignan, Grenache und Mourvèdre in die Cuvées ein. Ihr Anbaugebiet dehnt sich nach Westen bis nach Gaillac aus. Dort sind auch Cuvées zusammen mit den Bordeaux-Rebsorten möglich. Sie reift dort übrigens später als der Merlot, aber früher als der Cabernet Sauvignon.

Australien:
Ein ebenso wichtiges Anbaugebiet – mit gut 43.418 ha (Stand 2007) heute gleichauf mit Frankreich – ist Australien, wo die Traube Shiraz genannt wird. Dort wurde sie bereits um 1830 eingeführt und war lange Zeit verbreiteter als im französischen Mutterland (wo zeitweise nur noch 3.000 ha bestockt waren). Heute bringt sie höchste Qualitäten. Traditionell wird der Shiraz dort mit Cabernet Sauvignon verschnitten, es gibt aber auch sortenreine Weine aus Spitzenlagen mit gut 15 % Alkohol. Berühmte Vertreter sind der „Grange“ von Penfolds, sowie der „Amon Ra“ von Ben Glaetzer.

Sonstige:
Weitere Gebiete sind Kalifornien (ca. 7.306 ha, Stand 2007), Mexiko (ca. 1.700 ha), Südafrika (9.856 ha, Stand 2007), Chile (3.370 Hektar, Stand 2006) und Argentinien (ca. 11.670 ha; Stand 2005); in Italien wird sie auf Sizilien und in winzigen Mengen in der Toskana angebaut. In der Schweiz sind überwiegend im Wallis ca. 179 ha mit Syrah bestockt (Stand 2007, Quelle: Office fédéral de l'agriculture OFAG). Im Jahr 2008 lag die bestockte Rebfläche in Neuseeland bei noch steigender Tendenz bei 278 Hektar. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 lag die Rebfläche noch bei 257 Hektar.

Abgrenzung:
Die Rebsorte Petite Sirah, die in Kalifornien angebaut wird, ist keine Syrah, sondern eine Kreuzung aus Syrah und Peloursin und damit identisch mit der Sorte Durif.

Quelle: Wikipedia  
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