Welschriesling
Er ist eine spätreifende Weißweinsorte mit fruchtiger Säure die hauptsächlich in Österreich (4.385 Hektar Rebfläche), Slowenien („Laški Rizling“), Kroatien („Graševina“) und Ungarn („Olaszrizling“) verbreitet ist. Weitere Anbaugebiete sind Italien („Riesling Italico“), Tschechien („Ryzlink vlašský“), Rumänien und die Slowakei. Beim Welschriesling besteht eine Anfälligkeit gegen Stiellähme, der durch geeignete Kulturmaßnahmen entgegengewirkt werden kann.
Der Welschriesling ist beispielsweise die wichtigste Rebsorte der ungarischen Weinbauregion Badacsony. Auch in Österreich hat diese Rebsorte eine große Bedeutung. Während rund um den Neusiedlersee eher Süßweine ausgebaut werden, findet man in der Steiermark trockene und fruchtig ausgebaute Weine. Im Jahr 2009 umfasste der Welschriesling 8,2 % der gesamten Rebfläche Österreichs und war damit nach dem Grünen Veltliner die am meisten verbreitete weiße Rebsorte.
Herkunft:
Einige Ampelographen vermuten eine Herkunft aus Italien, da Welschland ein üblicher Begriff für dieses Land war. Dagegen spricht, dass in Österreich-Ungarn zeitweise alle Rebsorten ausländischer Herkunft mit „Welsch“ bezeichnet wurden. Die heute überwiegende Theorie geht davon aus, dass der Welschriesling aus der Champagne stammt und über Heidelberg, wo er wegen seiner französischen Herkunft „Wälschriesling“ genannt wurde, in die Habsburgermonarchie gelangt ist.
Synonyme:
Aminea Gemela, Biela Sladka, Bielasladka Grasica, Glasica, Grasavina Talijanska, Grasevina, Grasica, Groshevina, Italianski Rizling, Laski Rizling, Nemes Olaszrizling, Olaszrizling, Petit Riesling, Petracine, Rakusky Rizling, Riesler, Riesli, Riesling, Riesling Italian, Riesling Italico, Risling Italyanskii, Risling Vlashskii, Rismi, Rizling Italico, Rizling Vlassky, Talianska Graseviana, Talijanski Rizling, Vlasak, Italian Riesling
Quelle: Wikipedia
