Bordeaux 2009 ist ein außergewöhnlicher Jahrgang. Schon früh wurde 2009 mit Lob überhäuft und mit dem großen Jahrgang 2005 verglichen. Doch während sich 2005 durch seine Tiefe, Kraft und wunderbar klare Fruchtaromen auszeichnet, steht Bordeaux 2009 für üppige Weine mit weichem Gerbstoff und reifer Frucht.
2009 startete mit einem wechselhaften Frühjahr. Im Mai gab es bei mehreren Unwettern erhebliche Hagelschäden. Mildes Blütewetter legte den Grundstein für einen großen Jahrgang. Der warme Sommer brachte eine Mischung aus Sonne und Regen und sorgte für ideale Wachstumsbedingungen. Die Reben litten weder unter Tockenstress, noch konnten sich Pilzkrankheiten wie Peronospora im Weinberg ausbreiten. Der Herbst war trocken, sodass die die bordelaiser Winzer reife und gesunde Trauben ernten konnten. Doch wer im warmen Herbst 2009 mit der Lese zu lange wartete, riskierte alkoholische und von Übereife geprägte Weine. Besonders für Châteaus mit hohem Merlot Anteil im Weinberg, war es nicht einfach balancierte Weine zu produzieren.
Cabernet dominierte Gebiete hatten im warmen Jahrgang 2009 tendenziell die Nase vorn. Mit monumentalen Weinen wie Léoville Poyferré, Léoville Barton und Lynch-Bages hat das Médoc sehr viel zu bieten. Besonders gut gefallen hat uns der betörende Branaire-Ducru, der auch 2009 mit seiner frischen Art und der typischen Saint Julien Eleganz aufwarten kann. Den Rest des Eintrags lesen. »



















