Wenn es um Mitolo – Weine geht werde ich ja immer hellhörig, da ich über die letzten Jahre immer wieder hervorragende Weine dieses noch jungen Weinguts trank. Allen voran natürlich der G.A.M., den ich bisher in Jahrgängen 2002 und 2005 kenne und beide Male genial fand. Die Buchstaben G, A und M stehen im Übrigen für die Namen der Kinder der Mitolos, dies nur als Anmerkung. Den Rest des Eintrags lesen. »
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Fast hätten wir ihn selber vergessen, unseren ersten Geburtstag. Das ist natürlich kein Wunder, raste doch das letzte Jahr nur so an uns vorbei und gefühlt vergingen für mich nur ein paar Monate. Aber Gefühle ziehen gegenüber dem Kalender nunmal den kürzeren. Nachdem wir uns nun doch noch rechtzeitig erinnerten, stellte sich die Frage: Mit welchem schönen Tropfen begießen wir den Tag eigentlich? Die Antwort fand sich recht schnell, denn was könnte passender sein als einer der besten Australier, die man hier so kaufen kann, ein Mitolo G.A.M. von 2005.
Da wir beide grad aus unterschiedlichen Gründen in unserer schönen Oberlausitzer Heimat zu Besuch waren, konnten wir das natürlich auch gleich nutzen um diesen für uns immens wichtigen, für den Rest der Welt allerdings ganz und gar unwichtigen Tag zu feiern. So trafen wir uns denn mit Freunden im schönen Garten von Michas Eltern, mit dem aus Jugendtagen schon geliebten Blick auf die Spree ( welcher diesmal leider von diversen Überbleibseln des Augusthochwassers getrübt war) und erlebten alle einen wunderschönen, lustigen und geselligen Abenden mit vielen Schwänken und Geschichten. Doch kommen wir zum Mitolo:
Er ist ja mit 2005 noch ganz, ganz jung und knackig, deshalb hab ich ihn schonmal ein paar Stunden vorher zum Luft holen aufgemacht, aber natürlich trotzdem gleich genascht. Die Nase ist für einen Shiraz extrem elegant, aber noch etwas verschlossen und am Gaumen ist er zunächst auch recht ruppig, zeigt aber schon ganz klar was uns da noch erwartet. Ich also durchaus begeistert… Nachdem es dann abend wurde kam es zum Showdown.
Erwartungsgemäß hatte sich einiges getan. Immer noch sehr elegant, aber jetzt extrem komplex und tief, dabei aber auch mit einer wunderbaren Würzigkeit. Die Meinung des anwesenden Önologen fiel knapp aus: “Beste Shiraznase, die ich jemals hatte…” Gut, lassen wir so im Raum stehen.











