Da Portwein ein sehr komplexes Thema darstellt, und die vielen Portweinstile, Begriffe und Gesetzmäßigkeiten, es dem Kunden auch nicht gerade leichter machen, möchten wir ganz kurz auf die Weinbereitung und die zwei Portweinstile „Vintage“ und „Tawny“ eingehen.
Die Trauben für den Portwein (Touriga Francesa, Touriga Nacional, Tinta Roriz, Tinta Barroca, Tinto Cao und Tinta Amarela, u.a.) werden von Hand gelesen und in den so genannten Lagares, flachen Granittrögen, traditionell mit den Füßen gestampft. Dadurch wird die Maische schonend umgewälzt und dem Wein Sauerstoff zugeführt, ohne die Kerne zu verletzen. Geschichten besagen, dass behaarte Männerbeine, die ideale Menge an Sauerstoff einbringen, um die tiefdunkle Farbe des Portweines zu stabilisieren.
Die zwei- bis dreitägige Vergärung erfolgt mit natürlichen Hefen, und sollte eine Temperatur von 30 °C nicht überschreiten, um die frischen Fruchtaromen zu bewahren. Sobald etwa die Hälfte des Zuckers in Alkohol umgewandelt ist, wird die Vergärung mittels Zugabe von 80%igem Weindestillat gestoppt, wodurch der Portwein seine natürliche Restsüße behält. Den Winter über reifen die Weine in großen Fässern im oberen Dourotal bevor sie in die Hafenstadt Vila Nova de Gaia gebracht werden, wo sie in alten Holzfässern von 630 Litern Inhalt reifen. Den Rest des Eintrags lesen. »













