Einige Fakten zum Riesling Jahrgang 2010 im Rheingau.
Auf einen langen und kalten Winter mit ungewöhnlich vielen Schneetagen, folgte ein kühles Frühjahr. Die Nachttemperaturen lagen bis weit in den April hinein, oft nahe dem Gefrierpunkt. Auf Grund dieser klimatischen Begebenheiten war eine schnelle Erwärmung des Bodens nicht möglich, so dass der Austrieb erst um den 22. April registriert werden konnte. Durch den kühlen, nassen Mai ging die Entwicklung der Reben nur sehr langsam voran.
Erst im Juni stiegen die Temperaturen deutlich an, so dass der Blühbeginn um den 09. Juni registriert werden konnte. Ab Mitte Juni kühlte es insbesondere nachts deutlich ab, so dass die Rebblüte sich nur langsam entwickeln konnte, dadurch kam es in guten Lagen teilweise zu starken Verrieselungen. Ab dem 23. Juni stiegen die Temperaturen stark an, so hatten geringere Lagen optimales Blütewetter. Insgesamt erstreckte sich die Blüte über den gesamten Monat Juni, so dass die Nachblütenspritzung, lagenspezifisch erfolgen musste. Durch die hohen Temperaturen wurde der Vegetationsrückstand schnell wettgemacht und die aufkommende Peronospora gestoppt. Die andauernde Hitzewelle erhöhte die Oidium Gefahr und auch die von Unwettern, welche jedoch nicht eintraten. In diesem Zeitraum profitierten die Reben vom Regenüberschuss im Mai. Aufgrund der warmen Witterung und der Niederschläge in der zweiten Julihälfte nahm das Dickenwachstum der Riesling Beeren rasch zu. Es folgte ein kalter und sehr nasser August, welcher die Reifeentwicklung der Reben stark verzögerte und erste Fäulnisnester hervorrief. Die Messungen der Station Eltville ergaben einen Niederschlag von 250 % über dem Sollwert. Den Rest des Eintrags lesen. »






















